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Artikel: Faltbare vs. herkömmliche Smartphones: Was ist bei den Akkus anders?

Faltbare vs. herkömmliche Smartphones: Was ist bei den Akkus anders?

7.8.2025 | SwanScout Team
Inhaltsverzeichnis
◼️I. Warum haben faltbare Smartphones eine andere Akkukonstruktion? ◼️II. Akkukapazität und Ladeleistung einiger aktueller faltbarer Smartphones ◼️III. Wärmeentwicklung und Laden: Eine Herausforderung für faltbare Smartphones

I. Warum haben faltbare Smartphones eine andere Akkukonstruktion?

Die Antwort ist einfach: Die Bauweise ist anders. Herkömmliche Smartphones haben flache, starre Akkus, die ordentlich in einen geraden, stabilen Rahmen passen. Faltbare Smartphones sind jedoch komplexer. Aufgrund des Scharniers in der Mitte müssen die Entwickler den Akku in zwei oder mehr Teile aufteilen, damit er um den Faltmechanismus und die dünnere Bauweise herum Platz findet. Dadurch fällt der Akku kleiner aus, während der Energiebedarf oft höher ist – insbesondere bei faltbaren Smartphones im Buchformat, die sich öffnen lassen und dadurch bis zu die doppelte Bildschirmgröße eines normalen Smartphones bieten.

Das stellt Smartphone-Hersteller vor eine große Herausforderung: Soll das Smartphone dünner werden, einen größeren Akku erhalten oder neue Akkutechnologien wie Silizium-Kohlenstoff-Anoden nutzen, selbst wenn dadurch die Akkulaufzeit sinkt? Jede Marke trifft ihre eigene Entscheidung. Das neu vorgestellte Samsung Galaxy Z Fold 7 entschied sich klar für ein dünneres Gehäuse und behielt denselben 4400-mAh-Akku wie das Vorgängermodell. Im Jahr 2025, in dem viele Smartphones bereits Akkus mit 5000 mAh oder sogar 6000 mAh besitzen, wird diese Entscheidung stark kritisiert. Googles neues Pixel 9 Pro Fold schneidet mit einem 4650-mAh-Akku ebenfalls nicht wesentlich besser ab.

Tatsächlich stoßen herkömmliche Akkus auf Graphitbasis bereits an ihre Energiedichte-Grenzen. Unternehmen wie Samsung, Apple (das voraussichtlich 2026 sein faltbares iPhone vorstellen wird) und Google werden wahrscheinlich keine Akkus mit 6000 mAh verwenden, es sei denn, Nutzer sind bereit, ein deutlich dickeres und schwereres Smartphone mit sich zu tragen.

Der Akku eines faltbaren Smartphones

Warum also an älterer Akkutechnologie festhalten? Vor allem, weil Silizium-Kohlenstoff-Akkus zwar eine höhere Kapazität versprechen, aber noch nicht vollständig ausgereift sind. Sie halten oft nur 500–1000 Ladezyklen, während die Akkus von Apple selbst nach 2000 Zyklen noch über 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität behalten können. Eine solche Langlebigkeit ist für große Marken wichtig. Außerdem müssen Versandvorschriften berücksichtigt werden: Nach den Richtlinien der UN gilt jede einzelne Akkuzelle mit mehr als 20 Wh als Gefahrgut und verursacht höhere Versandkosten. Daher bleiben die meisten Smartphones knapp unter diesem Grenzwert, bei etwa 18–19 Wh.

Manche chinesischen Smartphones bieten Akkus mit 6000 mAh oder sogar 7000 mAh, doch derzeit ist das größtenteils auf den heimischen Markt beschränkt. Bei global erhältlichen Produkten muss sich die Technologie noch weiterentwickeln. Dennoch könnten faltbare Smartphones der perfekte Ausgangspunkt für den Einsatz von Silizium-Kohlenstoff-Akkus sein. Sie benötigen mehr Energie auf kleinerem Raum und werden in geringeren Stückzahlen verkauft, wodurch sie sich gut eignen, um neue Akkutechnologien zu testen.

II. Akkukapazität und Ladeleistung einiger aktueller faltbarer Smartphones

Da faltbare Smartphones weniger Platz für Akkus bieten und mehr Energie verbrauchen, wird schnelles Laden noch wichtiger. Interessanterweise gibt es beim Laden auch einige kleine Unterschiede zwischen faltbaren und herkömmlichen Smartphones. Während sich ihre Ladegeschwindigkeiten per Kabel meist ähneln, laden faltbare Geräte kabellos oft langsamer als herkömmliche Flaggschiff-Smartphones.

Um diese Unterschiede besser zu verstehen, haben wir die Akkukapazitäten und Ladegeschwindigkeiten mehrerer faltbarer Smartphones zusammengestellt, die in den vergangenen zwei Jahren veröffentlicht wurden. Wie Sie sehen werden, gibt es eine große Bandbreite: Einige Modelle bieten schnelles Laden und eine ordentliche Akkukapazität, während andere deutliche Kompromisse eingehen, um dünn und leicht zu bleiben.

Modell Akkukapazität Kabelgebundenes Laden Kabelloses Laden
Samsung Galaxy Z Fold 7 4400 mAh (Dualzelle) 25 W 15 W
Samsung Galaxy Z Flip 7 4300 mAh (Dualzelle) 25 W 10 W
Google Pixel 9 Pro Fold 4650 mAh 21 W  7,5 W
Oppo Find N5 5600 mAh (3085 + 2515) 80 W 50 W
Honor Magic V5 5820 mAh 66 W 50 W
Motorola Razr 60 Ultra 4700 mAh 68 W 30 W
Huawei Pocket 2 4520 mAh 66 W 40 W

 

III. Wärme und Laden: Eine Herausforderung für faltbare Smartphones

Alle Smartphones erzeugen beim Laden Wärme. Beim kabelgebundenen Laden ist diese Wärme normalerweise beherrschbar und kaum wahrnehmbar. Beim kabellosen Laden kann es jedoch wärmer und manchmal sogar heiß werden, da bei diesem Vorgang mehr Energie verloren geht. Bei faltbaren Smartphones wird das Wärmemanagement noch komplizierter. Aufgrund ihrer einzigartigen Faltstruktur muss die Wärme oft einen längeren Weg zurücklegen, um zu entweichen, insbesondere weil die meisten Nutzer das Smartphone beim Laden zusammengeklappt lassen.

Dadurch wird das Kühlsystem des Smartphones zusätzlich belastet. Verschiedene Marken gehen dieses Problem auf unterschiedliche Weise an. Das Oppo Find N5 bietet beispielsweise blitzschnelles kabelloses Laden mit 50 W, doch Oppo gibt an, dass es möglicherweise nur mit voller Geschwindigkeit funktioniert, wenn es mit dem speziellen kabellosen Ladegerät mit integriertem Kühlventilator gekoppelt wird. Huawei hingegen behauptet, dass das Pocket 2 einen speziell entwickelten Wärmeableitungsrahmen verwendet, um die Temperaturen beim kabellosen Laden sicher zu halten.

ein faltbares Samsung-Smartphone

Viele etablierte Marken sind nach wie vor vorsichtig. Um die Akkugesundheit und die Sicherheit der Nutzer zu schützen, begrenzen Unternehmen wie Samsung und Google derzeit die kabellosen Ladegeschwindigkeiten ihrer faltbaren Smartphones auf niedrigere Werte. Auch wenn das auf dem Papier enttäuschend wirken mag, hilft es, Überhitzung zu vermeiden und die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.

Da Apple voraussichtlich bald in den Markt für faltbare Smartphones einsteigen wird, könnte diese einstige Nischenkategorie endlich den Mainstream erreichen. Könnte Apple faltbaren Smartphones ihren „iPhone-4-Moment“ bescheren und einen Durchbruch erzielen, der sie für die breite Masse wirklich attraktiv macht? Wie dem auch sei: Wir hoffen, dass Apple, Samsung, Google oder andere neue Lösungen für schnelleres Laden, größere Akkus und eine bessere Wärmekontrolle entwickeln können, ohne die Akkulaufzeit zu beeinträchtigen. 

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